Aptitude Academy

Zurück zur Übersicht

Integratives Traumatraining

5 x 3-tägiges Traumatraining zum Aufbau von Selbstregulation,
Resilienz und Gesundheit.

Das Verständnis und die Notwendigkeit für die Behandlung von Traumafolgen sind in den letzten Jahren stark in den Fokus von Psychotherapie gerückt. Neben der Entwicklung vielfältiger theoretischer Verständnisweisen zeigt sich die praktische Bedeutung von psychologisch-körperlichen Behandlungsweisen und der Nutzen von Achtsamkeitsansätzen. Die Bedeutung von Komplextrauma bekommt mehr und mehr Aufmerksamkeit. Gleichzeitig kommt dem inneren Eigenzustand von Therapeuten, und nicht nur deren Interaktionsverhalten, große Bedeutung für den Behandlungserfolg im therapeutischen Gesamtprozess zu (Grepmeir, L. et. al., 2007).

Nach und nach belegt die Forschung (z. B. Courtois & Ford, 2009) die Rolle von Entwicklungstraumata, die für die Entstehung von posttraumatischer Belastungsstörung, Entwicklungsdefiziten, sozialen Defiziten, chronischen Disregulations– und Dissoziationszuständen maßgeblich sind, sowie zur Unfähigkeit führen, therapeutische Angebote nutzen zu können. Traumafolgebehandlung muss oft erst die (neurophysiologischen) Möglichkeit und Grundlagen für Selbstregulation schaffen, damit Traumaexposition, Emotionsregulation, sowie notwendige Erfahrungsintegration stattfinden können. Dann erst werden therapeutische Angebote, wie z. B. zwischenmenschlicher Kontakt, Expositionserfahrungen, Ko-Regulation oder Empathie, für Klientinnen in größerem Umfang nutz- und integrierbar.

Die hier angebotene Fortbildung legt einen Schwerpunkt auf die Selbstregulation und die Veränderung der Eigenzustände der BehandlerInnen als wichtiger Wirkfaktor für den therapeutischen Erfolg. Es wird ein methodenintegrativer Ansatz verfolgt, der Erkenntnisse der interpersonellen Neurobiologie, Bindungstheorie, entwicklungspsychologischen Traumaforschung, somatischen Ansätzen, (Selbst-) Regulationstheorien, Epigenetik, Bewußtseinsforschung, Mindfulness-Praxis, Intersubjektivität und Gerotranzendenz nutzt, um integrative Herangehensmöglichkeiten zur Gestaltung therapeutischen Kontakts auszuschöpfen, wo traumatischer Kontaktabbruch das Therapiegeschehen dominiert.

Modul 1: Vorbereitungsseminar zur Sensibilisierung von Eigenzuständen und Selbstregulation,
                 Aufmerksamkeitssteuerung, Aufbau von Containment, Therapeutische Selbstimplikation
Modul 2: Komplexe Traumata, Protokonversation, Regulationsaufbau  
Modul 3: Schocktrauma, interaktionelle Ko-Regulation, Behandlungsphasen und -risiken
Modul 4: Therapieverläufe, Praxis der Behandlung und Therapieplanung, schonende Traumakonfrontation,
                  Polyvagale Theorie, interaktionelle Neurobiologie, Nutzung von Intersubjektivität, gegenwärtige
                  spirituelle Konzepte in der Traumatherapie, Kontraindikationen
Modul 5: Praktische Anwednung, Übungen, Falldemonstrationen, Integration, Ausblick auf weitere Themenkreise


Teilnahmevoraussetzungen

  • Praktisch-therapeutische Tätigkeit im weitesten Sinne mit der Möglichkeit im Kurs Gelerntes anzuwenden
  • Vorliegen umfangreicher Selbsterfahrung, grundlegender Selbstregulationsfähigkeiten und therapeutischer Erfahrung und Vorbildung
  • Verständnis, dass die angebotene Fortbildung kein Selbstheilungkurs zur persönlichen Traumaheilung ist, sondern eine Fortbildung, die intellektuelle, akademische Auseinandersetzung, Literaturstudium, Aneignung praktischer Fertigkeiten, sowie differenzierte Introspektion erfordert. Das Training kann und will therapeutische Selbstmodifikation nicht ersetzten.
  • Teilnahme am Kurs kann die Notwendigkeit weiterer Behandlung außerhalb der Fortbildung mit sich bringen.
  • Halbseitiges Motivationsschreiben bei Anmeldung an Organisatorin

Leitung

Johannes Benedikt Schmidt

Dr. Dipl. Psych., Weiterbildungen in Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, konstruktivistisch-systemischer Familientherapie, Systemischer Supervision, Systemaufstellungen, körperorientierter Trauma-Arbeit (Somatic Experiencing, Strukturelle Dissoziation, Brainspotting, Psychotraumatherapie (DeGPT), Subtiler Selbst Arbeit und Kraniosakraler Biodynamik. Seit 1995 Tätigkeit in eigener Praxis und seit 2004 als Gründer und Leiter der Aptitude Academy. Internationale Seminar- und Lehrtätigkeit. Als Psychotherapeut und Berater sagt man ihm nach, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Er verfügt über einen wohlwollenden Humor und ist ein geschätzter Mitarbeiter bei vielen Kooperationspartnern. Johannes Klarheit und Ehrlichkeit wird für manchen zur Herausforderung und ist für andere befreiend.


Termine

24. August 2018  –  24. Februar 2019

Modul 1: 24. - 26. August 2018
Modul 2: 20. - 22. September 2018
Modul 3: 02. - 04. November 2018
Modul 4: 11. - 13. Januar 2019
Modul 5: 22. - 24. Februar 2019

Arbeitszeiten:
Täglich:
09.30 – 13.00 und 14.30 – 17.30 Uhr
Letzer Modultag: 09.00 – 12.30 und 14.00 – 16.00 Uhr


Veranstaltungsort

moving art patio
Tribschengasse 4, 6005 Luzern


Kosten

3.750,00 CHF – (CHF 750,00 pro Modul)

Rücktrittsbedingungen: ab 6 Wochen vor Seminarbeginn 50% des Teilnehmerbeitrages und ab 4 Wochen vor Trainingsbeginn werden 100% des Seminarbeitrages fällig.


Anmeldung und Information

 

www.moving-art.ch
Claudia C. Steiner
Telefon +41 41 420 50 20
email: welcome@moving-art.ch